Marketingtipps für Yogalehrer, Teil 1: Kenne deine Zielgruppe!

Marketingtipps für Yogalehrer: So entwickelst du Personas.

Wenn du als selbstständiger Yogalehrer erfolgreich neue Kunden für deine Kurse, Workshops oder Personal Trainings gewinnen willst, dann ist eine Sache unabdingbar:

Kenne deine Zielgruppe!

In diesem Beitrag gebe ich dir Tipps zu diesem Thema. Ich habe dafür eine Vorlage erstellt, die du weiter unten herunterladen kannst und die dich in einer strukturierten Herangehensweise unterstützen soll.

Wieso solltest du dich überhaupt damit befassen, wenn du doch am liebsten nur unterrichten würdest? Ganz einfach, du brauchst Schüler, Kunden – eben Leute, die dich für deine Arbeit bezahlen. Und mittlerweile gibt es deutlich mehr Angebote als noch vor ein paar Jahren, es herrscht durchaus ein gewisser Wettbewerbsdruck unter Yogalehrern und -studios.

Bietest du Yoga für Schwangere und frischgebackene Mütter an? Spezialisierst du dich auf Yin Yoga und Entspannung? Willst du gestresste Führungskräfte für Personal Trainings gewinnen?

Was weißt du über diese Zielgruppe? Denn wenn du zum Beispiel Texte für deinen Flyer schreibst oder dir die Gestaltung deiner Website überlegst, dann musst du sichergehen dass deine zukünftigen Kunden diese Informationen so ansprechend finden, dass sie gerne die Zeit und Energie für den nächsten Schritt aufwenden: Den Klick auf die Kursinformationen, den Anruf bei dir, das Mitnehmen des Flyers … denn davon hängt in nicht unerheblichem Maße dein Erfolg ab, gerade wenn du neu auf dem Markt bist.

Oder, um es frei nach Holger Zapf zu formulieren: „Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler!“ 🙂 Und damit du weißt, was dem Fisch schmeckt, musst du dich ein wenig genauer mit ihm beschäftigen. Auch wenn du schon eine gewisse Vorstellung von deinen potentiellen zukünftigen Kunden hast, so macht es durchaus Sinn, die ganze Angelegenheit strukturiert anzugehen.

Hilfreich ist im ersten Schritt ein Blick auf die soziodemographischen Daten deiner Zielgruppe, beispielsweise:

  • Geschlecht
  • Alter
  • Familienstand
  • Haushaltsgröße
  • Ausbildung
  • Berufliche Situation
  • Haushaltsnettoeinkommen

Mal angenommen, du spezialisierst dich auf Pre- und Post-Natal-Yoga. Zu den soziodemographischen Daten deiner Zielgruppe kannst du dann etwa folgende Annahmen treffen:

  • Geschlecht: weiblich
  • Alter: zwischen Mitte 20 und Ende 30
  • Familienstand: in einer Partnerschaft
  • Berufliche Situation: im Mutterschutz bzw. in der Elternzeit

… und so weiter. Schon mal ganz gut, aber da geht noch mehr :). Im zweiten Schritt entwickelst du eine Persona.

Was ist eine Persona?

Wenn Marketingmenschen über Personas reden, meinen sie Archetypen. Diese verfügen über die typischen Merkmale einer bestimmten Zielgruppe. Eine Persona steht sozusagen für die verallgemeinerte Darstellung deines zukünftigen Kunden.

Denke jetzt wieder an unser Beispiel: Schwangere und Mütter. Stell dir vor, du beobachtest diese Zielgruppe durch ein Fernglas. Bestimmte Zusammenhänge sind schnell ersichtlich: Alle sind weiblich, in einer bestimmten Altersgruppe, schwanger oder haben Babys … und dann stellst du das Fernglas schärfer und nimmst eine Person genauer unter die Lupe.

Was ist für diese Person besonders wichtig? Was kann sie gar nicht ausstehen? Vor welchen Herausforderungen steht sie? Welche Ziele hat sie? Welche Art von Website würde diese Person denn richtig gut und ansprechend finden?

Marketingtipps für Yogalehrer: Lerne deine Zielgruppe kennen!
Sei ein Hamster! Wenn du eine Persona entwickelst, musst du möglichst viel über deine Zielgruppe in Erfahrung bringen.

So entwickelst du eine Persona

  1. Recherchieren: Informiere dich über deine Zielgruppe. Horte Infos wie ein kleiner emsiger Hamster, der sich auf einen harten Winter vorbereitet. Nehmen wir wieder unser Beispiel – du könntest hier etwa in passenden Magazinen und Blogs nachlesen, was Schwangere und junge Mütter so beschäftigt, du könntest Studien dazu heraussuchen, eine Online-Suche starten oder deine Familie, Freunde und Yogaschüler interviewen.
  2. Strukturieren: Bringe deine gesammelten Informationen strukturiert zu Papier. Nutze dafür zum Beispiel dieses Template, das ich erstellt habe. In dieser Phase merkst du auch relativ schnell, wenn du noch nicht ausreichend viele Infos gesammelt hast. Dann heißt es noch mal zurück in den Recherche-Modus zu gehen.
  3. Verifizieren: Irgendwann ist es dann aber so weit, du hast die Entwicklung deiner Persona abgeschlossen. Yay :)! Nun solltest du den Realitätscheck machen: Sprich mit Leuten, die zu deiner Zielgruppe gehören, zeige ihnen das Ergebnis deiner Recherchen und bitte sie um ihr ehrliches Feedback zu deinen Annahmen. Klar, du wirst nicht jedes kleine Detail berücksichtigen können – eine Persona ist eben eine Verallgemeinerung – aber sicherlich gewinnst du noch die eine oder andere hilfreiche Erkenntnis, die dir bei der Ausgestaltung deiner Persona hilft.

So nutzt du eine Persona

Du kannst dir sicher sein, dass sich die Mühe für die Ausarbeitung einer Persona lohnt. Hier nur ein paar Beispiele, wie du deine Erkenntnisse einsetzen kannst:

  • Texte für deine Website, Facebook-Page, Flyer, Visitenkarte usw.: Nutze hier die Botschaften, die du für deine Persona entwickelt hast. So fühlt sich deine Zielgruppe angesprochen und verstanden.
  • Layout: Farben, Schriftarten, Seitenaufbau, Umfang – die Anforderungen daran können je nach Zielgruppe völlig unterschiedlich sein.
  • Bild-Auswahl: Harmonisch, hell, kernig, klar, abstrakt? Starke und passende Bilder tragen entscheidend zur Qualität deines Online-Auftritts bei.
  • Werbung: In welchen Magazinen würde sich eine Anzeige lohnen, welche Kriterien solltest du bei der Buchung deiner Google-Adwords- oder Facebook-Anzeigen beachten? Ein Blick auf deine Persona-Infos sagt es dir!

Vielleicht hast du ja jetzt schon richtig Lust bekommen, dich mehr mit deiner Zielgruppe zu befassen und die eine oder andere Persona zu entwickeln. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei :)!

4 Kommentare

  1. Toll geschrieben, danke für die Inspiration! 🙂

    1. Yasmin sagt:

      Lieben Dank, ich freue mich dass dir der Artikel Inspiration geschenkt hat :)!

  2. Freut mich, vielen Dank :)!

  3. Dharam Anandh Singh sagt: Antworten

    Danke! Professionell und hilfreich! Wahe Guru

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